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Wie wählt man einen Reinraum aus, der den FDA-Standards entspricht?

1. Ermitteln Sie den Reinheitsgrad und die anwendbaren Standards.

Wählen Sie den Reinheitsgrad entsprechend den Produktionsanforderungen: Bestimmen Sie den Reinheitsgrad gemäß der Norm ISO 14644 anhand der Kontrollanforderungen des Produktionsprozesses für Partikel und Mikroorganismen. Beispielsweise eignet sich ISO-Klasse 5 (Klasse 100) für die hochpräzise pharmazeutische oder biotechnologische Produktion, während ISO-Klasse 7 (Klasse 10.000) für die Montage von Medizinprodukten verwendet werden kann.

FDA-bezogene Vorschriften: Die FDA verlangt, dass Reinräume den GMP-Richtlinien (Good Manufacturing Practice) entsprechen, wobei der Schwerpunkt auf der Kontrolle mikrobieller Kontamination, Druckdifferenz, Lüftungsfrequenz usw. liegt. Beispielsweise schreibt die FDA vor, dass die Druckdifferenz zwischen benachbarten Reinräumen mindestens 12,5 Pascal (Pa) betragen muss, um Kreuzkontaminationen zu verhindern.

Reinraum

2. Baumaterialien und Tragwerksplanung

Anforderungen an die Materialeigenschaften:

Glatte und staubfreie Oberfläche: Melaminharz, farbiges Stahlblech und andere Materialien werden bevorzugt, um die Anhaftung von Partikeln zu vermeiden und eine einfache Reinigung zu ermöglichen.

Antistatisch und flammhemmend: Das Material muss antistatische Eigenschaften aufweisen, um die Staubadsorption zu reduzieren und die Brandschutzbestimmungen (z. B. Flammschutzklasse A) zu erfüllen.

Luftdichte Konstruktion: Türen, Fenster und Trennwände müssen gut abgedichtet sein, um das Eindringen von Schadstoffen von außen zu verhindern. Beispielsweise kann die automatische Hebedichtung am unteren Türrand die Luftdichtheit verbessern.

Boden und Wand: Es wird ein selbstnivellierender Epoxid- oder PVC-Rollenboden empfohlen, der nahtlos mit der Wand verbunden ist; die Wandpaneele müssen an allen vier Seiten abgedichtet werden, um ein Auslaufen des Sandwichmaterials zu verhindern.

3. Druckdifferenz- und Luftstromregelung

Konstruktion mit positivem und negativem Druck:

Positivdruckbereich: Im Reinraumbereich muss ein positiver Druck aufrechterhalten werden (z. B.12,5 Pa), um zu verhindern, dass Schadstoffe aus nicht sauberen Bereichen eindringen.

Unterdruckbereich: In Bereichen, die Schadstoffe (wie z. B. Krankheitserreger) enthalten, muss ein Unterdruck aufrechterhalten werden, um zu verhindern, dass Schadstoffe aus dem Inneren austreten.

Dynamisches und statisches Druckdifferenzmanagement:

Dynamischer Druckunterschied: Durch das Belüftungssystem wird der Druckgradient innerhalb und außerhalb des Reinraums aufrechterhalten, um einen angemessenen Luftstrom zu gewährleisten.

Statischer Druckunterschied: Zwischen Bereichen mit unterschiedlichem Reinheitsgrad muss ein Druckgradient bestehen, beispielsweise eine stufenweise Abnahme von einem Bereich mit hohem Reinheitsgrad zu einem Bereich mit niedrigem Reinheitsgrad.

4. Luftfiltrations- und Sterilisationssystem

Hocheffizienzfilter (HEPA/ULPA): Es muss ein flüssigkeitsgefüllter, abgedichteter Hocheffizienzfilter verwendet werden. Zudem muss ein PAO-Test (Aerosoltest) bestanden werden, um absolute Dichtheit zu gewährleisten. Reinräume der Klasse A erfordern eine unidirektionale Strömung (laminare Strömung) und eine gleichmäßige Windgeschwindigkeit (0,45 m/s).±20%).

Luftwechselfrequenz und Selbstreinigungskapazität: Die Luftwechselfrequenz wird an den Reinheitsgrad angepasst. Beispielsweise muss die Luftwechselfrequenz in Reinräumen der ISO-Klasse 5 deutlich höher sein als in solchen der ISO-Klasse 8. Nach der Produktion benötigt der Raum 15–20 Minuten für die Selbstreinigung, um den statischen Standard zu erreichen.

Desinfektionsmaßnahmen: Verwenden Sie schnell verdunstende Reinigungsmittel wie Isopropylalkohol (IPA) in Kombination mit UV- oder Ozon-Sterilisationssystemen, um Mikroorganismen zu bekämpfen.

5. Überprüfung der Einhaltung der Vorschriften und kontinuierliche Wartung

Dokumente und Zertifizierungen: Materiallieferanten müssen eine ISO 9001- oder ISO 13485-Zertifizierung vorlegen, um die Einhaltung der FDA- und GMP-Standards zu gewährleisten.

Regelmäßige Prüfungen: Druckdifferenzüberwachung, Partikelzählung, mikrobielle Probenahme und Filterintegritätsprüfung sind erforderlich, und die Daten müssen zur späteren Überprüfung aufgezeichnet werden.

Personalschulung und Prozessmanagement: Es sollten strenge Kleiderordnungen (z. B. das Tragen antistatischer Kleidung), Verfahren für den Materialeingang und -ausgang festgelegt und regelmäßige Audits durchgeführt werden, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten.

Beispielhafte Anwendungsszenarien

Pharmaindustrie: Fokus auf mikrobielle Kontrolle, Einsatz von Laminar-Flow-Hauben der Klasse A und Unterdruck-Wiegeeinrichtungen zur Gewährleistung aseptischer Arbeitsabläufe.

Elektronikfertigung: Fokus auf antistatische Materialien und Partikelkontrolle sowie Verwendung staubarmer Materialien wie Aluminium-Wabenplatten


Veröffentlichungsdatum: 18. Februar 2025